HÖCHSTE FLEXIBILITÄT UND MARKIERQUALITÄT

Die Firma Lothmann stellt Sonderwerkzeuge mit ISO-Wendeschneidplatten in konkurrenzlos kurzer Zeit her. Neben der hochpräzisen Fertigung gehört zu einem eigens ausgelegten Werkzeug auch die kundenindividuelle Beschriftung nach neusten Standards. Dazu setzt Lothmann seit kurzem auf Laserbeschriftung – mit dem Lasermarker RayDesk XL. 

 

Das 1987 gegründete Unternehmen Lothmann Werkzeugtechnik hat sich auf die Fertigung von kundenspezifischen Sonderwerkzeugen mit ISO-Wendeschneidplatten zum kombinierten Bohren, Senken, Fasen, Überdrehen und Rückwärtssenken spezialisiert. Die Werkzeuge liefert Lothmann in konkurrenzlos kurzer Zeit an seine Kunden. Um die extrem kurzen Lieferzeiten zu bewerkstelligen hat das Unternehmen aus Ludwigsburg eine Fertigungstiefe von nahezu 100 Prozent. Zudem sind die Fertigungsbereiche digital vernetzt und standardisiert – auf Basis einer eigenen, datenbankbasierten Software. Seit November 2017 gehört Lothmann zur MAPAL Gruppe.

Mit der Zugehörigkeit zu einem international agierenden Unternehmen mit über 5.500 Mitarbeitern wie MAPAL, haben sich die Beschriftungsanforderungen auch für Lothmann geändert. So ist es unter anderem notwendig das Logo und weitere technische Informationen am Werkzeug anzubringen. Mit der bisherigen Lösung war das für Lothmann nicht umsetzbar.

Hohe Anforderungen an die Beschriftungslösung

Mit den folgenden Anforderungen begaben sich die Spezialisten bei Lothmann auf die Suche nach der optimalen Lösung: Die Werkzeuge, die sowohl mit zylindrischem Schaft als auch mit HSK-Aufnahme ausgeführt sein können, sollten mit kundenspezifischen Daten, die sowohl Text- als auch Bildinformationen oder DataMatrix-Codes enthalten, beschriftet werden. Zwei Möglichkeiten sollten hier gegeben sein: zum einen eine Anlassbeschriftung (mittels lokaler Materialerwärmung  aufgebrachte Oxidschicht) oder eine Gravur mit einer Tiefe von 0,1 mm. Die Werkzeuge mit HSK-Aufnahme fertigt Lothmann auch mit Auskragungen von bis zu 250 mm. Diese müssen bei der Beschriftung zusätzlich stabilisiert werden.

Andreas Ott, der 2017 die Geschäftsleitung von Lothmann übernommen hat, definiert eine weitere Anforderung: „Wir waren auf der Suche nach einer Lösung, die die relevanten Beschriftungsdaten automatisch aus unserer Datenbank übernimmt, um mögliche Fehler zu minimieren.“ Zudem sollte die Lösung den Startpunkt der Beschriftung, die mit einer Einfräsung am Schaft gekennzeichnet ist, selbst finden. So entfällt das aufwendige Ausrichten der Werkzeuge durch einen Mitarbeiter. „Die Beschriftung wird mit Position und Text einmal in unserer Datenbank angelegt, und danach soll niemand mehr diese Daten irgendwo ein zweites Mal eingeben müssen“, konkretisiert Ott die Anforderung.

Laserbeschriftung von LASERPLUSS überzeugt

Neben anderen Herstellern von entsprechenden Lösungen, evaluierten die Experten von Lothmann ein Konzept von LASERPLUSS, das die Experten in vollem Umfang überzeugte. Die LASERPLUSS AG ist seit über 20 Jahren Spezialist für industrielle Laserbearbeitungsanlagen in verschiedenen Anwendungsbereichen mit besonderer Expertise in der Werkzeugbeschriftung.

Die für Lothmann konzipierte Lösung basiert auf dem Lasermarker RayDesk XL. Diese Anlage mit einem diodengepumpten Faserlaser ist speziell für die Beschriftung und Präzisionsgravur ausgelegt und  kann sowohl als autarke Stand-alone-Lösung  betrieben als auch in Produktionslinien integriert werden. Sie ist unter anderem modular um Rundachsen und das EasyVision Kamerasystem zur Bauteilerkennung im µm-Bereich erweiterbar. Mit der Datenbank-Schnittstelle der integrierten
RayBank-Auftragsverwaltung kann die Anlage in jede IT-Infrastruktur integriert werden. Standardmäßig ausgestattet ist die Anlage mit einem roten Pilotlaser für die Vorschau und ein einfaches, schnelles Einrichten. Für die Bedienung ist ein PC mit Touchscreen integriert.

Da der Lasermarker RayDesk XL von Haus aus bereits über umfangreiche Ausstattungen und Erweiterungsoptionen verfügt, waren neben einer entsprechenden Anbindung an die Datenbank von Lothmann nur zwei kundenindividuelle Anpassungen erforderlich. Zum einen wurde eine Zentrierspitze integriert, um längere Werkzeuge im Lasermarker stabil zu halten. Zum anderen wurde das Software-Modul RayBank durch das Kamerasystems EasyVision erweitert. Damit kann die Einfräsung erkannt und der Laser ent-sprechend ausgerichtet werden.

Identisches Merkmal für die perfekte Positionierung

 „Die Einfräsung am Schaft dient für zahlreiche Arbeitsschritte bei der Werkzeugherstellung zur Ausrichtung“, erläutert Andreas Ott. Damit greifen alle Arbeitsgänge auf das identische Merkmal zurück. Durch die Markierung ist es möglich, die Schrift bereits in der Konstruktionsphase zu positionieren und die Schriftgröße je nach Platzverhältnissen festzulegen.   Der eigentliche Beschriftungsprozess startet damit, dass ein Mitarbeiter das Werkzeug manuell einspannt. Er scannt den Barcode auf der Laufkarte des Werkzeugs – die festgelegte Beschriftung wird ins System geladen. Über die Software kann er anschließend in wenigen Schritten den Laser auf die Einfräsung ausrichten. Die Einfräsung wird als festgelegtes Merkmal in der Datenbank gespeichert. In einem definierten  Winkel startet der Laser anschließend die Beschriftung – entweder eine Anlassbeschriftung oder eine Gravierung. Auch diese Wahl wird bereits in der Konstruktion je nach Anforderung des einzelnen Auftrags getroffen. So wird die Anlassbeschriftung beispielsweise dann gewählt, wenn auf Flächen beschriftet werden muss, auf denen die Oberfläche keinesfalls beschädigt werden darf.